Neobiota - Was ist das ?

In 2007 startete der VDST (Verband Deutscher Sporttauscher) mit Unterstützung des BfN (Bundesamt für Naturschutz) das Projekt Neobiota. Mit Neobiota sind gebietsfremde, bei uns nicht übliche Tier- und Pflanzenarten gemeint.

Auf der eigens vom VDST eingerichteten Internetseite:


erhält man einen Überblick über Funde und Fundorte, die Sporttaucher in Deutschen Gewässern gefunden haben. Natürlich kann man dort auch neue Arten melden.

Auf der boot 2008 referierte Frau Prof. Dr. Beate Jessel (Präsid. des Bundesamtes für Naturschutz) während der Bundesausbildertagung über Tauchen und Naturschutz – gemeinsam für biologische Vielfalt. Die meisten der Seen seien bis zu 85 % mit Nährstoffen belastet (z. B. durch Anfüttern). Unserem Wunsch nach klarem Gewässer könne nur dann Rechnung getragen werden, wenn wir Sporttaucher uns auch aktiv am Naturschutz beteiligen. Taucher sollten sensibilisiert werden und als Frühwarnsystem mit dem BfN zusammenarbeiten. Nur so könne man Gewässer als Erlebnisraum bewahren. Die Pächter der Seen sollten bekannt sein und mit den Landesgesellschaften im engen Dialog stehen, hieß es. Beobachtungen an Fischbestand und Wasserpflanzen könnten z. B. über das Tauchseen-Portal oder direkt an das BfN weitergeben werden, so dass frühzeitig ein See vor dem Umkippen bewahrt werden könne.

Weiterhin sprach Frau Jessel das Projekt Neobiota an:
Wir Taucher sollten unbedingt nach diesen Ausschau halten und die Beobachtungen entsprechend registrieren lassen.

"Durch die Verbesserung des ökologischen Verständnisses und den Informationsfluss über Tauchmöglichkeiten und –Regelungen werde eine nachhaltige Nutzung der Tauchseen erreicht", so Frau Jessel.

 
 

Süßwassermeduse

Süßwassermeduse
Foto: Dr. R. O. Schill, VDST