Saarlńndischer Tauchsportbund e.V.


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28.04.2014

Unterwasser-Rugby - ├ťberregional, international

Verfasst von Claire Girard
Kategorie Aktuelles, Leistungssport, Presse

Am vergangenen Wochenende trafen sich auf Einladung des Saarl├Ąndischen Tauchsportbundes Rugbybegeisterte aus insgesamt elf Vereinen aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Luxemburg in Homburg Saar zum Unterwasser-Rugby-Lehrgang, darunter sechs Saarl├Ąndische.

 Im zweit├Ągigen Seminar, gestaltet und durchgef├╝hrt unter der Leitung von Felix Benedikt, VDST UWR-Spartenleiter, ehemaliger Spieler und Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft, wurden nicht nur die Grundlagen des 3-dimensionalen Wassersports er├Ârtert, sondern auch tiefergreifende Fragen des strategischen Spielaufbaus und des taktischen Spiels behandelt.

Neben allgemeinen Spielz├╝gen zeigte Tanja Ringelmann, ehemalige Nationalspielerin sowie Trainerin und Spielerin beim TC Stuttgart, den anwesenden Frauen, wie auch sie mit speziellen Techniken schwere Jungs vom Korb aushebeln k├Ânnen.

Dar├╝ber hinaus ├╝bernahm sie mit Felix Benedikt die Durchf├╝hrung des Trainings im Schwimmbad und erg├Ąnzte bzw. untermauerte die theoretischen Ausf├╝hrungen im Schulungsraum und zeigte dort auch konkret, wie die Theorie umzusetzen ist. Dass auch die grenz├╝berschreitende Zusammenarbeit wie am Schn├╝rchen funktioniert, wurde im Laufe des Wochenendes deutlich. So zeichnete Sandro Giovanni, Gr├╝ndungsmitglied des Luxemburger UWR-Clubs Medusa und Physiotherapeut, verantwortlich f├╝r das Aufw├Ąrmen und Dehnen vor und nach dem Training. Dabei schaffte er es immer, jedem auch noch bei den zehnten Liegest├╝tzen ein L├Ącheln und einen sch├Ânen Gedanken abzuringen. W├Ąhrend des gesamten Wochenendes stand das Trio allen Teilnehmern mit ihrer geballten Ladung an Kompetenzen in ihren jeweiligen Bereichen zur Verf├╝gung.

Doch der Lehrgang beschr├Ąnkte sich nicht auf die Einf├╝hrung in theoretische Grundkenntnisse des Sports. Einen Gro├čteil des Wochenendes verbrachten die 20 Teilnehmer samt ihren Trainern im Wasser und setzten das an Land einstudierte Trocken-Ballett im Nassen um.

Es wurde gedeckelt, gedackelt, angegriffen, ausgehebelt, geblockt und K├Ârbe gelegt. Beim ÔÇ×ZerlegenÔÇť des Gegners wurde stets darauf geachtet, dass dies regelkonform erfolgt. Doch auch f├╝r den Fall der F├Ąlle wurden Freist├Â├če geprobt, an Land und im Wasser. Was in der Trocken├╝bung eigentlich gar nicht so schwierig aussah, wurde im Nassen zur Herausforderung. Denn neben den mangelnden Kommunikationsm├Âglichkeiten, stellt sich die Atemlosigkeit eindeutig als erschwerendes Element heraus. Wie leer sich die Birne unter Sauerstoffmangel anf├╝hlt und welche Konsequenz es f├╝r die Ausf├╝hrung der in der Theorie scheinbar so leichten ├ťbungen hat, konnten die Teilnehmer am eigenen Leib erfahren.

An diesem Wochenende ging es jedoch nicht nur sportlich zu. Auch der Netzwerkgedanke stand im Raum. Hier wurde ein Austausch zwischen den etablierten Vereinen und dem neu gegr├╝ndeten luxemburgischen Verein angesto├čen, den alle als bereichernd empfunden haben. Dabei ging es unter anderem um Fragen der Nachwuchsf├Ârderung, Schwierigkeiten beim Einf├╝hren von geregelten Trainingsformen, inkl. Trocken├╝bungen, der Disziplin beim Aufw├Ąrmen, alternden Mitgliederstrukturen.

Vielen Dank an Felix Benedikt f├╝r seine abwechslungsreiche und anregende Art bei der Durchf├╝hrung des Seminars. Dem ├ťberraschungsgast Tanja Ringelmann geb├╝hrt ebenfalls unser Dank nicht nur f├╝r die geballte Ladung an Kompetenzen und den Tipps, sondern schlichtweg auch f├╝r die Zeit, die sie den Teilnehmern geschenkt hat. An dieser Stelle darf auch der Dank an Sandro Giovanni aus Luxemburg nicht fehlen, f├╝r seine Unterst├╝tzung. Stellvertretend f├╝r den Saarl├Ąndischen Tauchsportbund m├Âchten sich die Teilnehmer auch bei Uschi Kohns, Leiterin des Fachbereichs Leistungssport, bei Patrick Anstett und bei Gunter Daniel bedanken, ohne deren Engagement, Unterst├╝tzung, logistischen und organisatorischen Meisterleistungen dieser Lehrgangs nicht in dieser Form h├Ątte stattfinden k├Ânnen. Last but not Least: Danke an den VDST f├╝r seine Unterst├╝tzung. 

Auf die zweite Edition k├Ânnen sich jetzt schon alle freuen.



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