Saarlńndischer Tauchsportbund e.V.


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Unsere Blog`s

Hier ver├Âffentlichen wir die aktuellesten Blog`s rund um den STSB.

TL-Pr├╝fung 2023 auf Fuerteventura Tag 1: Die Ankunft

Aus zwei Bundesl├Ąndern fanden sich am 17. Juni acht Anw├Ąrter und eine Anw├Ąrterin f├╝r den TL1 am Frankfurter Flughafen zusammen und machten sich in zwei Maschinen und mit jeder Menge Tauchgep├Ąck auf die Reise nach Fuerteventura. Begleitet wurde die motivierte Gruppe durch die drei TL3 Stefan Ke├čler (STSB), Frank Rotzinger (LVST) und Armin B├Ąum (BTSV) und die betreuende ├ärztin Dr. Korinna Feldmann.

Mit minimaler Versp├Ątung auf der kanarischen Insel angekommen, wurde das gesamte Team vom Basisleiter Volker vom Deep Blue Diving Center in Empfang genommen und verlegte ins Hotel Elba San Jose. Stefan machte uns mit der Hotelanlage bekannt und wies uns in die Bezugsquellen f├╝r ÔÇ×Cerveza und andere nicht-alkoholische Getr├ĄnkeÔÇť ein. Insbesondere die Passagiere aus der Economy fieberten dem Abendessen (Buffet!) entgegen und konnten das reichhaltige Angebot, untern anderem mit vegetarischer Spinatlasagene ohne Spinat mit Schwein, genie├čen.

Das Highlight f├╝r Ausbilder und Anw├Ąrter war der abendliche Spaziergang am Meer zur Tauchbasis, die der Ausgangspunkt f├╝r die kommenden Tage sein w├╝rde. Begr├╝├čt wurden wir durch einen Barrakuda, der in aller Ruhe seine Bahnen durch das glasklare Hafenbecken zog. Nach einem kurzen Streifzug ├╝ber den Sandstrand zogen sich alle fr├╝hzeitig auf ihre Zimmer zur├╝ck, um gest├Ąrkt und voller Vorfreude den ersten Tauchtag zu bestreiten.

Es wurde Abend, es wurde Morgen, 2. Tag.

Nach einer wegen mangelnder Akklimatisierung an hiesige Verh├Ąltnisse teilweise durchwachsener Nacht wurde zun├Ąchst das Fr├╝hst├╝cksbuffet 15 min vor offizieller Er├Âffnung gepl├╝ndert, um den anstehenden Strapazen vorzubeugen. Frisch gest├Ąrkt zog die Karawane geschlossen zur Basis und wurde von Basisleiter Volker vor Ort im Empfang genommen, der von der Pr├╝fercrew im Namen des VDST f├╝r seine hervorragende Basisf├╝hrung mit einer Urkunde, neuer VDST 5Star Center Plakette und VDST-Flagge belohnt wurde.

Im Anschluss erhielt die Truppe eine Einweisung in die Infrastruktur und Abl├Ąufe der Basis, inklusive eines Versprechens f├╝r Verfrorene, dass es im Wasser "sicher nicht unter 18┬░C" werden w├╝rde. Nachdem alle logistischen Fragen restlos gekl├Ąrt waren, ├╝bernahm Frank (TL3) als TLvD das Zepter und demonstrierte uns Pr├╝flingen eindrucksvoll, welche Aufgaben uns abwechselnd in den n├Ąchsten Tagen in der Rolle des TLvD erwarten w├╝rden.

Nach zwei Referaten von Joshua und Sebastian zur Sicherheit im Wasser und an Bord war es endlich so weit: Ab ins Wasser! Bleicheck f├╝r die erste Apnoe-├ťbung, ab aufs Boot und hinter die Mole zum Streckentauchen. Von leichten Verhedderungen und Selbstverwirrungen beim Palstek abgesehen lief alles glatt! Damit der Name TauchSport auch seine Rechtfertigung hat, durften die Anw├Ąrter im Anschluss direkt 1000 m schwimmend zur├╝ck legen. Dies alles unter den wachsamen (sichernden) Augen von Armin im Wasser, Korinna als ├ärztin im Boot und Stefan mit der Stoppuhr auf dem Partydeck. Zur├╝ck an der Basis wurden uns netterweise frische Baguette serviert, um das hohe Kaloriendefizit des Vormittags auszugleichen.

Weil es so sch├Ân war, ging es nach kurzer Verschnaufpause auf zu Runde zwei: mit dem Zodiac in ca. 10 min Fahrt zum Tauchplatz des Nachmittags, El Tazar. Um die Demonstration unserer Apnoe-Kompetenzen abzurunden, wartete hier zun├Ąchst Frank auf 10m Tiefe auf uns, auf die wir mit der Grazie von Meerjungfrauen abtauchen und uns mit unseren Namen auf einer Schreibtafel verewigen durften. Um die Fischpopulation f├╝r den anschlie├čenden "richtigen" Tauchgang zu erh├Âhen, wurden in der kurzen Pause noch kurz Fische gef├╝ttert. Also Ger├Ąte an und ab zur├╝ck ins Wasser. Der Atlantik war auch so freundlich, uns mit ein bisschen Str├Âmung zu begl├╝cken, um uns f├╝r die anschlie├čenden Tage kompetent einzugrooven. Nach der Demonstration der Basics, WNR und Bleicheck, wurde abgetaucht, und dank nur zwei kurzer ├ťbungen blieb bei dem ersten Eingew├Âhnungstauchgang mit Ger├Ąt genug Zeit f├╝r Fische (und andere Wesen) zu gucken - Mur├Ąne, Languste, Zackenbarsche und ein Schwarm gro├čer Barrakudas sind die Bilanz des ersten Tages. Und erste Ausf├Ąlle (Flossenband, Kompass, kaputte Leinen, Maskenb├Ąnder...) - aber das sei nur Rande erw├Ąhnt.

Nach dem Debriefing auf der malerischen Dachterrasse der Basis, begl├╝ckte uns Stefan zur├╝ck am Hotel noch mit einem ausf├╝hrlichen und lehrreichen Tagesr├╝ckblick. Unter anderem mit sehr gut gemeinten Hinweisen, dass wir uns und unsere Sch├╝ler bei zuk├╝nftigen Apnoe-Tauchg├Ąngen NICHT in den Tod st├╝rzen. Danach konnten wir den Abend bei Abendessen und Dekobier ausklingen lassen. P. S. "Schaffschuh versteckeler" sprach der Saarl├Ąnder. Was auch immer das bedeuten mag. (Erkl├Ąrung folgt beim n├Ąchsten Blog)


Tag 3

An Tag 3 durften wir bereits beim Fr├╝hst├╝ck etwas feiern, Chiara hat Geburtstag.

Nach diesem gelungenen Start in den Tag, wurden wir an der Basis von Tobi M., unserem TLVD, in den geplanten Tagesablauf eingewiesen. Au├čerdem wurden wir mit den ÔÇ×Breaking NewsÔÇť versorgt. Helene Fischers misslungene Trapeznummer blieb auch hier nicht unerw├Ąhnt.

Den ersten Tauchgang erl├Ąuterte Andreas der Gruppe: ein Tieftauchgang mit Aufstiegs├╝bung in Sternformation stand an. Nach erfolgreicher R├╝ckkehr zur Basis gingen die Gruppen in die Debriefings.

Der TVLD wurde nach der Mittagspause von Tobi M. an Christian ordnungsgem├Ą├č ├╝bergeben. Der weitere Ablauf wurde gebrieft und der zweite Tauchgang des Tages wurde von Sebastian vorgestellt. Die Fuchsjagt, hierbei wird eine Situation simuliert, bei der die Tauchpartner sich voneinander entfernen und dann bei einem Taucher ein Zwischenfall auftritt: Out of Air und dann schnell zum Buddy Hilfe anfordern.

Neben der ├ťbung kam auch die Natur nicht zu kurz. Es wurden einige Stachelrochen, viele Zackis und auch Gespensterkrabben gesichtet.

Nach unterschiedlichen Interpretationen der Str├Âmungsst├Ąrke wurde der Tauchgang dann von allen sicher an der Ankerleine beendet. Am Ende des Tages konnten die Teilnehmer auf einen lehrreichen Tag zur├╝ck blicken.

PS: Der Schaffschuhversteggeler ├ťbersetzung: Der Arbeitsschuh Verstecker Definition: Eine Person die sich gerne vor Aufgaben dr├╝ckt und anderen gerne den Vortritt l├Ąsst.

Trotz intensiver Recherche konnte unter den Anw├Ąrter keine Person mit passendem Profil gefunden werden

On 19.06.23 22:24, Tobias Neumann

Tag 4: Die Ruhe vor dem Sturm

Der vierte Tag begann mit der mittlerweile etablierten Routine. P├╝nktlich 15 Minuten vor dem Zeitplan waren wir an der Basis und bauten die Ausr├╝stung zusammen. Unsere TLvD Chiara versorgt uns mit allen wichtigen Infos zum Tag und Joshua briefte, was auf uns zukommen w├╝rde: Aufgaben l├Âsen auf Tiefe, also ein Tieftauchgang mit Deko. Noch schnell den Umkehrdruck bestimmt und los ging es nach El Mirador.

Nach dem pflichtbewussten Bubblecheck ging es im Freiwasser raus und dann ab in den Rausch der Tiefe des Atlantiks.

Unten sammelten wir uns und wurden gepr├╝ft: den vollst├Ąndigen Namen aufschreiben und Maske ausblasen ging locker von der Hand, der Kreuzknoten hingegen mutierte schnell zum Palstek (Hoppla!). Beim abschlie├čenden Hula Hoop ging der Spa├č nicht verloren.

Mit Deko auf der Uhr traten wir den Aufstieg an. Am Riff und an den Zackis vorbei ging es zum Stopp, den wir alle brav und geduldig absa├čen.

P├╝nktlich wieder an Bord fuhren wir zur Basis und zum Nachbriefing.

Gest├Ąrkt durch leckere spanische Baguettes ging es in die zweite H├Ąlfte des Tages, die Andreas als TLvD leitete. Sebastian hat uns detailliert die wichtigsten Anf├Ąnger├╝bungen, ihre Varianten und Probleml├Âsungen vorgestellt. Gut gebrieft fuhren wir an den Tauchplatz Anfiteatro. Ge├╝bt wurde Maske ausblasen, die richtige Grob- und Feintarierung und das Wechseln auf den Zweitregler, alles unter vorbildlicher Einhaltung der Sicherheitsstandards. Unter dem kritischen Blick eines gro├čen Zackis ging es am Riff entlang, durch eine Grotte mit offenem Cabriodach zur├╝ck auf das Riffdach. Noch schnell die Boje gesetzt und zur├╝ck auf unser Boot White Magic unter F├╝hrung von Kapit├Ąnin Ingrid.

Ein Medizinvortrag darf bei einer Tauchlehrerpr├╝fung nat├╝rlich auch nicht fehlen. Was ben├Âtigt ein Arzt bei einer TL-Pr├╝fung? Welche Hilfsmittel muss man mitnehmen, welche kann man guten Gewissens zu Hause lassen? Getreu dem Motto ÔÇ×ich packe meine Medizintasche f├╝r eine Tauchlehrerpr├╝fung und nehme mitÔÇť wurde die Arzttasche entpackt und die Einzelteile erkl├Ąrt. Von Medikamenten gegen ├ťbelkeit und Ohrenschmerzen, ├╝ber Pflaster, bis hin zur Beatmungshilfe per Ambu-Beutel war alles dabei. Viele gute Tipps f├╝r die Inhalte des eigenen Vereinskoffers durften auch nicht fehlen. Gut zu wissen, dass wir im Falle eines Falles gut versorgt w├Ąren.

Der Tagesr├╝ckblick war gleichzeitig ein Ausblick auf den n├Ąchsten Tag. Morgen erwarten uns der letzte ├ťbungs- und der erste Pr├╝fungstauchgang. Es bleibt spannend ...

Autor: Jochen Maerker

Tag 5: Der Ernst des Lebens zu Besuch

Hola Amigos. Langsam haben sich alle Teilnehmer gr├Â├čtenteils eingew├Âhnt und die N├Ąchte werden f├╝r alle, auch durch einen Zimmerwechseln gen Meerblick, immer erholsamer. Leider feiern wir heute auch schon Bergfest. Der letzte Ausbildungstauchgang und der erste Pr├╝fungstauchgang stehen an. Nach dem Fr├╝hst├╝ck, mit verbrannten oder geklauten Toastbroten, fanden wir uns zum morgendlichen Briefing mit unserem TlvD Alex und dem Kurzreferat zum folgenden Tauchgang von Tobi N. an der Basis ein. Auf dem Boot wurde uns bewusst, wie spiegelglatt sich der Atlantik heute pr├Ąsentiert und wir freuten uns auf einen grandiosen Tag auf dem Wasser.

Beim ersten Tauchgang stand die die K├Ânigsdisziplin ÔÇ×Retten eines verunfallten Ger├ĄtetauchersÔÇť aus einer Tiefe von ├╝ber 30m an.

Hier durften wir lernen, dass der Transport an der Oberfl├Ąche gegen die Str├Âmung sehr m├╝hsam sein kann.

Nach dem Tauchgang musste leider die in die Jahre gekommene Holzbank in der Dusche (nicht ausschlie├člich unsere Schuld) dran glauben und wurde aufgrund erh├Âhter Verletzungsgefahr abtransportiert. Mit der Mittagspause wechselte das Amt des TlvD von Alex zu Sebastian. Er gab den Ablauf f├╝r den restlichen Tag bekannt und w├╝nschte uns allen viel Erfolg f├╝r den ersten Pr├╝fungstauchgang. Das zweite Kurzreferat zum darauf folgenden Tauchgang ÔÇ×Hinterhertauchen und anschlie├čende Atmung aus dem Hauptatemreglers des PartnersÔÇť von Jochen wurde zum Wohle aller kurz und pr├Ągnant abgehalten. Der darauffolgende Tauchgang wurde mit diesen Hinweisen auch von allen mit Bravour bestanden.

Auf der R├╝ckfahrt hat einer unserer Ausbilder aus Schrecken vor fliegenden Fischen das Gleichgewicht verloren und ist r├╝cklings vom Boot gefallen. Gl├╝cklicherweise waren alle sehr aufmerksam und haben den ├╝ber Bord gegangenen schnell gespottet und verfolgt. Nach einer Wende konnte Sebastian als TlvD die Rettung einleiten und mit vereinten Kr├Ąften haben wir ihn wieder an Board bekommen. Nach den Debriefings konnte uns Alex mit verschiedenen Knotentechniken, welche f├╝r jeden Taucher und auch Nichttaucher auf einem Boot sinnvoll sind, erleuchten.

Beim Ausklang des Abends am Brunnen der Weisheit wurden wir auf den kommenden Tag mit Nachttauchgang eingeschworen und konnten daran anschlie├čend das Buffet pl├╝ndern und den Abend entspannt ausklingen lassen.

Autor: Tobias M├Âller

Tag 6: Insel der D├╝rre: der Schock am Abend

Nach einem z├╝nftigen Fr├╝hst├╝ck stand f├╝r heute der l├Ąngste Tag unserer Ausbildung zum TL1 an.

Neben den Pr├╝fungstauchg├Ąngen 8 und 9 stand zudem ein Nachttauchgang auf unserem Plan.

Bei sonnigem Wetter und nahezu ruhiger See starteten wir am Morgen in Richtung Tauchspot ÔÇ×La Pir├ímideÔÇť zur Rettung eines verunfallten Tauchers. Der Tauchgang verlief reibungslos und die Rettungs├╝bung wurde von allen erfolgreich durchgef├╝hrt. Fokus der ├ťbung lag auf einer realit├Ątsnahen Not-Situation aus einer gr├Â├čeren Tiefe.

Nach kurzer Mittagspause folgte die Vorstellung des n├Ąchsten Tauchgangs sowie die Einweisung in die ├ťbung ÔÇ×Orientierung ohne technische HilfsmittelÔÇť durch Chiara. Eindrucksvoll erkl├Ąrte sie uns, wie man auch ohne Kompass die Orientierung nicht verliert. So vorbereitet ging es am Nachmittag in Richtung Tauchspot ÔÇ×BarrancoÔÇť. Hier f├╝hrten alle drei Tauchgruppen entspannte Tauchg├Ąnge mit Adlerrochen, Steinfischen, Barracudas, Zackenbarschen und vielen anderen Fischen durch.

Dabei wurden wir zun├Ąchst von unseren Ausbildern 15 Minuten kreuz und quer umhergef├╝hrt und unsere Aufgabe bestand darin, dass wir ohne Verwendung von Kompass erfolgreich zur├╝ck ans Schlauchboot finden konnten. Somit war auch dieser Pr├╝fungstauchgang erfolgreich abgeschlossen.

Nach R├╝ckkehr zur Basis und dem Verstauen der Ausr├╝stung, erfolgte eine kurze Pause. Diese Zeit wurde zu einem Powernap genutzt.

Nach einem fr├╝hzeitigen Abendessen ging es erneut in Richtung Tauchbasis. Hier wurden wir gegen 21:00 Uhr von einem wundersch├Ânen Sonnenuntergang empfangen. Nachdem wir unsere Ausr├╝stung f├╝r den anstehenden Tauchgang vorbereitet hatten, erkl├Ąrte uns Tobias, welche Besonderheiten bei einem Nachttauchgang beachtet werden m├╝ssen.


Nach einem wundersch├Ânen Nachttauchgang in der Hafenmole mit Engelhaien, Oktopussen, vielen Seegurken und weiteren nachtaktiven Tieren ging auch dieser Pr├╝fungstauchgang zu Ende. Erst gegen Mitternacht waren wir wieder zur├╝ck im Hotel und freuten uns auf unser Bett.

Autor: Andreas Kley

Bericht Tag 7 / 130 Grad Richtung Engelhai

Der siebte Tag beginnt mit der herzlichen Begr├╝├čung durch unseren TLvD Chiara. Leider mussten wir heute den ersten Ausfall beklagen und die Tauchgruppen neu organisieren. Das Referat zum folgenden Pr├╝fungstauchgang wurde durch Alexander praxisnah im Trockenen durchgespielt und alle Aspekte wurden fachgerecht begr├╝ndet. Erg├Ąnzt um die Vorbriefings in den einzelnen Gruppen waren wir somit bestens f├╝r den Tauchgang ger├╝stet.

Selbstsicher, auch durch die bisher gelungenen Pr├╝fungstauchg├Ąnge, starteten wir am Tauchplatz El Mirador zur ├ťbung des Aufstiegs unter Wechselatmung aus 40+m Tiefe.

Auch der Atlantik meint es gut mit uns und begr├╝├čt uns mit guten Bedingungen, leichter Str├Âmung und nicht allzu hohem Wellengang. Dadurch konnten die anstehenden ├ťbungen gut erledigt werden.

Anschlie├čend ging es weiter mit der Kompassnavigation am Tauchplatz Barranco. Ziel war ein Dreieckskurs. In eine vom Ausbilder vorgegebene Richtung tauchten die Gruppen zielstrebig los. Eine Gruppe hatte Gl├╝ck und trifft schon nach wenigen Minuten auf ein lang ersehntes Hai-light. ├ťbungsunterbrechung durch den Ausbilder und hin zum Engelhai, man muss schlie├člich Priorit├Ąten setzen.

Auch bei den anderen beiden Gruppen wurden vor oder nach der ├ťbung viele Fischschw├Ąrme, Zackis und ein stattliches Rochenweibchen gesichtet.

Nachdem alle Taucher am Ende des Tauchganges noch erfolgreich die Boje gesetzt hatten ging es mit dem Basenleiter Roland zur├╝ck an die Basis.

Die schon zur Routine gewordenen ausf├╝hrlichen Nachbriefings wurden noch durch den Tagesr├╝ckblick der Ausbilder erg├Ąnzt. Hier wurde dann auch der letzte Pr├╝fungstauchgang als Tieftauchgang mit Aufgaben verk├╝ndet.

Das Ende ist greifbar und wir k├Ânnen den Tag noch entspannt ausklingen lassen!

Autor: Joshua Grulich, Armin B├Ąum

Das Saarland hat vier neue Tauchlehrer

Nachdem ich den Blog ├╝ber die TL-Pr├╝fung auf Fuerteventura, die eine Kooperation zwischen dem STSB, dem BTSV sowie dem LVST gewesen ist, ver├Âffentlichen durfte, habe ich nun einige der Ergebnisse bekommen. Ich kann somit bekanntgeben, dass wir uns hier im Saarland ├╝ber vier neue Tauchlehrer freuen k├Ânnen. So haben  Chiara Theobald, Sebastian Raber, Joshua Grulich und Andreas Kley die TL-Pr├╝fung erfolgreich bestanden.

Ich m├Âchte es mir nicht nehmen lassen, den erfolgreichen Absolventen an dieser Stelle auch selber zu gratulieren.

Dr. Jens Romba

Letzter Pr├╝fungstag

Der letzte Pr├╝fungstag beginnt routiniert mit dem gemeinsamen Fr├╝hst├╝ck im Hotel und dem Marsch zur Tauchbasis.

Dort angekommen gab es einen ersten Schrecken der uns w├Ąhrend des letzten Pr├╝fungstauchgangs begleiten sollte. An der Zapfanlage hang ein Schild mit einem ÔÇ×gesperrtÔÇť Symbol und ÔÇ×PATÔÇť. Was hatte das denn nur f├╝r unsere geplante Feier zu bedeuten? Es blieb erstmal ungewiss. TLvD Jochen verk├╝ndete den Tauchplatz und die ├ťbungen f├╝r den letzten Tauchgang unserer TL1 Pr├╝fungen. Tieftauchgang mit Aufgabenstellungen.

Was auch sonst am fr├╝hen Morgen,ÔÇŽ es ging wieder nach ÔÇ×El TazarÔÇť wo wir auf 40+ Meter Tiefe, etwas narkotisiert vom hohen Stickstoffpartialdruck, ├ťbungen in Demonstrations- Qualit├Ąt zeigen sollten. Diverse Knoten, Maske ausblasen und Rechenaufgaben geh├Ârten dazu. Das Kurzreferat wurde souver├Ąn und routiniert von Tobias N. gehalten. Die anschlie├čenden Briefings und Buddychecks in den einzelnen Tauchgruppen gingen auch schon fast wieder wie von selbst. Der Atlantik hielt heut mal ein paar Wellen f├╝r uns bereit, so dass wir auch unter schwierigeren Bedingungen unser K├Ânnen zeigen konnten. Die ├ťbungen wurden dann unter den strengen Blicken der Pr├╝fer und der R├Âhrenaale auf knapp ├╝ber 40m Tiefe erfolgreich durchgef├╝hrt. Am Ende wurden, bedingt durch den Wellengang, noch vereinzelt die Fische gef├╝ttert, welche dann auch zahlreich erschienen.

Zur├╝ck an der Basis konnte unser TLvD auch die Bedeutung des Schildes an der Zapfanlage kl├Ąren. Diese funktioniert einwandfrei. Sie ist nur f├╝r einen Gast der Basis namens Pat gesperrtÔÇŽ Die Anspannung fiel nach dieser Info sichtlich von uns ab. Die gesamte Ausbildung war f├╝r uns alle sehr erfolgreich. Das zeigt sich im hohen Niveau mit dem der Tauchgang und der gesamte Tauchablauf von uns durchgef├╝hrt wurden. Nuancen die man noch verbessern k├Ânnte wurden in den Debriefings besprochen. Am Nachmittag gab es noch einen Fundive ohne die Ausbilder. Auch hier haben wir die letzten Verbesserungsideen umgesetzt. Es gab Apres-Ski-Hits und Kaltgetr├Ąnke unmittelbar nach dem Tauchgang an Bord. Viel trinken ist ja auch nach dem Tauchen wichtig. Die Stimmung war trotz Wellengang super und es wurde nur wenig dem Neptun geopfert. Gleichzeitig k├Ânnten wir hier noch ein wenig optimieren und ├╝berlegen ein ÔÇ×SK Kaltgetr├Ąnke bei SeegangÔÇť zu konzipieren.

Nach dem Abendessen trafen wir uns alle nochmal an der Tauchbasis wo in passender Atmosph├Ąre das Ergebnis der Praxispr├╝fung verk├╝ndete wurde. Alle Teilnehmer haben die Pr├╝fung erfolgreich bestanden. Den meisten wurde auch schon die lange ersehnte TL1 Urkunde ├╝berreicht. Der Abend klang mit Snacks und Kaltgetr├Ąnken in gem├╝tlicher Atmosph├Ąre aus.

Autor: Sebastian Raber

Alles hat ein Ende

Der vorletzte Tag beginnt aufgrund der fehlenden Tauchg├Ąnge und des l├Ąngeren Vorabends an der Tauchbasis erst mit dem gemeinsamen Fr├╝hst├╝ck um 9 Uhr. Anschlie├čend sammelten wir unsere Tauchsachen auf der Basis ein und packten alles in den Bus, der netterweise unser Tauchgep├Ąck zum Hotel fuhr. Lust auf gro├čartige Unternehmungen herrschte danach eher nicht, sodass aus den vort├Ąglichen ├ťberlegungen bzgl. Mietauto, Wanderung, Segelyacht etc. ein ruhiger Tag mit Strandausflug, diversen Bar- und Caf├ębesuchen sowie Shoppingtrips in geheimer Mission wurde.

F├╝r das letzte Abendessen machten wir uns auf die Wanderung am Meer entlang bis zur anderen Seite von Caleta de Fuste. Im Restaurant angekommen st├Ąrkten wir uns bei variantenreichem Essen (Pizza, Burger, TapasÔÇŽ) und bestaunten die servierten K├Ąsemengen.

Zum Ende wurde auch die geheime Mission aufgekl├Ąrt. Wir Pr├╝flinge bedankten uns mit Fuerteventura-Souvenirs in Fischgr├Ątenform zum ├ľffnen von Kaltgetr├Ąnken sowie kleinen Aloe-Vera-Pflanzen bei unseren Pr├╝fern und nat├╝rlich auch bei unserer ├ärztin.

Nach dem R├╝ckweg zum Hotel (hier wurde beinahe schon eine der Aloe-Vera-Pflanzen vergessen), lie├čen wir den Abend auf dem Balkon von Zimmer 1208 ausklingen. Hier w├Ąre zu erw├Ąhnen, dass der Getr├Ąnkevorrat stark dezimiert wurde, die ├╝brig gebliebene Snackmenge aber weiterhin immens war. Anregende Diskussionen um neue Unterwasserzeichen (Parlez, Sch├╝ler, diverse Drops, etc.), SK (u.A. der bereits erw├Ąhnte SK Kaltgetr├Ąnke bei Seegang) und Standards besch├Ąftigten uns in h├Âchst unterhaltsamer Art und Weise bei exzellenter Musik- und Getr├Ąnkeauswahl.

Nach einer eher kurzen Nacht, sa├čen dennoch alle recht munter um 9 Uhr beim Fr├╝hst├╝ck des letzten Tages. Die Zeit bis zum Auschecken um 12 Uhr wurde mit Koffer packen und Power-Naps verbracht.

Nach dem Transfer zum Flughafen und dem Warten auf die ├ľffnung der Check-In-Schalter, teilte sich die Gruppe wieder auf. Shopping im Duty-Free, Pl├╝ndern der Business Lounge (nur f├╝r die 3 Condor-Flieger, nicht f├╝r Eurowings), Mittagessen bei Burger King und letzte Souvenirbesorgungen fassen die Zeit bis zum Abflug treffend zusammen. Apropos Abflug: Hier herrschte insbesondere bei den Condor-Fliegern Besorgnis. Nach Check unseres Flugstatus war unser Flug zwar noch planm├Ą├čig angezeigt, der Hinflug von Frankfurt aus mit eben unserer angedachten Maschine allerdings schon zwei Stunden zu sp├Ąt. Mit der planm├Ą├čigen Landung vor dem Nachtflugverbot in Frankfurt k├Ânnte es demnach eng werden. Nach dem versp├Ąteten Boarding gab der Condor-Pilot aber gl├╝cklicherweise Entwarnung, wir w├╝rden es rechtzeitig nach Frankfurt schaffen. Somit ging unser Abenteuer Tauchlehrerpr├╝fung tief in der Nacht zu Ende.

Autor: Chiara Theobald


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